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MONDBERGE-BAUM-NETZWERK ERFOLGREICH GESTARTET

EIN PROJEKT DER MONDBERGE-STIFTUNG

Endlich! Im April 2022 konnten unsere Partner in Ruhija im Südwesten Ugandas rund 100.000 Pinien-und Kiefern-Samen aussäen, die ersten drei (von mindestens zehn) Wassertanks wurden bereits fertiggestellt, verschiedene indigene Baumarten stehen in einer Baumschule bereit und 70 Obstbaum-Setzlinge wurden von zehn Mitarbeitern in deren Gärten angepflanzt.

Worum geht es hier genau? Gemeinsam mit der Gorillaforscherin Martha Robbins vom Max Planck Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig und dem ugandischen ITFC (Institute for Tropical Forest Conservation) ist es unser Plan in den nächsten Jahren ein großes Baum-Netzwerk aufzubauen. Es geht hierbei nicht um eine Wiederaufforstung des Regenwaldes, wie es oft mühselig oder sogar vergeblich auf der ganzen Welt versucht wird – oder um Monokultur-Baumplantagen, die der CO2-Kompensation dienen sollen – sondern um echte „Hilfe zur Selbsthilfe“ für die Gemeinden rund um den Bwindi-Nationalpark, in dem knapp die Hälfte aller noch lebenden Berggorillas ihre Heimat haben.

Das schützt den Regenwald vor Abholzung, liefert Holz für Hausbau und Möbel, wirkt Erosion entgegen – und schafft langfristig Arbeit und Einnahmequellen für die Familien, um ihre Kinder zur Schule zu schicken und gut ernähren zu können. Denn Bildung ist die beste Grundlage für langfristigen Artenschutz. Es müssen keine Grundstücke teuer gekauft werden, es kann jederzeit mit dem Pflanzen der Bäume begonnen werden. Niemand vor Ort wird vertrieben, die Akzeptanz der einheimischen Bevölkerung ist extrem hoch. 

Die Setzlinge werden in Eigenverantwortung von Peter Tumwesigye auf einem Stück Land angebaut, das von Patrick Muhwezi zur Verfügung gestellt wird. Viele andere Gemeindemitglieder werden je nach Bedarf auf Teilzeitbasis angestellt, um zu bestimmten Schlüsselzeiten zu helfen (zum Beispiel, wenn die Sämlinge in Töpfe umgepflanzt werden müssen). Das Projekt wird von unserer langjährigen Mitarbeiterin Emily Turinawe mit Begleitung durch Mitarbeitende der Gorilla-Forschungsstation geleitet.

Die intensive, für einen Erfolg unerlässliche (und auch wegen der Corona-Pandemie) fast zwei Jahre dauernde Planung, berücksichtigt auch die Regenzeiten. Auf unerwartete Ereignisse kann schnell reagiert werden, da sich die Menschen dort wirklich verantwortlich fühlen für „ihre Bäume“. Kurz nach der Aussaat regnete es deutlich mehr als erwartet, sofort wurden von einigen Frauen in der Gemeinde Bastmatten hergestellt, damit die empfindlichen Beete abgedeckt werden konnten. Eine Woche nach der Keimung werden die zarten Pflänzchen vereinzelt und in Töpfe umgesetzt – daran arbeiten täglich andere Frauen aus Frauengruppen mehrerer Gemeinden, so dass alle daran partizipieren können. Irgendwelche Nagetiere haben die gekeimten Samen entdeckt, Peter hat noch am gleichen Tag engmaschigen Drahtzaun besorgt … die Kosten übernimmt die Mondberge-Stiftung unbürokratisch. So etwas funktioniert nur, wenn sich alle als ein Team verstehen.

Unser Plan ist, dass die ersten Setzlinge schon im Oktober oder November 2022 zur (kostenlosen) Verteilung an die Gemeindemitglieder bereitstehen werden. Um eine gerechte Verteilung sicherzustellen, werden kurz vorher Versammlungen unter Leitung der lokalen Gemeindevertreter durchgeführt. Zweimal im Jahr kann gesät und ausgepflanzt werden – unser Ziel sind eine Million Bäume.

Wir werden neben den schnellwachsenden Nadelbäumen auch Setzlinge einheimischer Bäume (zum Beispiel für medizinische Zwecke) und Obstbäume verteilen. Das ITFC züchtet diese indigenen Baumsetzlinge bereits seit Jahren. Setzlinge von Obstbäumen wie Apfel-, Avocado- oder Zitronenbäumen können in umliegenden größeren Städten gekauft werden. Alles unterstützt auch immer die regionale Wirtschaft. Hier sind wir aktuell noch in einer „Experimentierphase“, wo festgestellt werden soll, was in dieser Region am besten wächst und sich zur Selbstversorgung und zum Verkauf am besten eignet.

Das Mondberge-Baum-Netzwerk wird finanziert durch die Verkaufserlöse der Mondberge-Medien (www.mondberge-magazin.de) und durch Spenden an die Mondberge-Stiftung (www.mondberge.de).

Unsere Afrika Experten beraten Sie gerne!

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