Segeltraum im Indischen Ozean
Mit der Sea Star durch die Seychellen- Kathrin Scholz
- Travelreports
Mein Reisebericht...
...von einem unvergesslichen Abenteuer, einer Woche voller Natur, Wind und Meer mit Silhouette Cruises
Wenn ich an die Woche vom 12. bis 19. Juli 2025 zurückdenke, dann kommt mir nicht zuerst ein Ort in den Sinn, sondern ein Gefühl: Ruhe. Freiheit. Weite. Unsere Segelkreuzfahrt durch die Seychellen mit der Sea Star, einem der traditionellen Schiffe von Silhouette Cruises, war für meine Familie und mich mehr als nur ein Urlaub – es war eine kleine Auszeit vom Tempo der Welt.
Schon beim ersten Anblick der Sea Star, die ruhig vor Mahé im türkisblauen Wasser schaukelt, spürt man: Diese Reise wird besonders. Das elegante Segelschiff mit seinem klassischen Holzdeck, den weißen Segeln und der familiären Atmosphäre ist weit mehr als ein Fortbewegungsmittel – es ist ein schwimmendes Zuhause für Entdecker, Ruhesuchende und Naturliebhaber.
Bei der Ankunft am Hafen in Mahé auf der Terrasse der Geschäftsräume von Silhouette Cruises, werden wir von einem Mitarbeiter stilecht mit einer leckeren Kokosnuss zur Erfrischung begrüßt. Nach und nach trudeln dann auch die anderen Gäste und „Mitsegler“ ein und man macht sich miteinander bekannt. Mit uns vier sind noch ein Ehepaar aus der Schweiz und aus Frankreich, sowie eine vierköpfige Familie aus Irland mit an Bord. Gegen 10:30 Uhr wird es dann ernst.
Nach einer kleinen Tenderfahrt zum Heck der Sea Star werden wir mit viel „Hallo“ von der 10-köpfigen Besatzung begrüßt. Diese kommt in der Regel direkt von den Inseln. Nur ein Crewmitglied kommt aus den Philippinen. Uns wird direkt mitgeteilt, dass wir unsere Schuhe in einen eigens dafür vorgesehenen Korb hineinlegen sollen, denn an Board ist man in der Regel barfuß unterwegs. Debbie – unsere Hostess für die Woche – zeigt uns dann auch gleich unsere Kabinen unter Deck.
An dieser Stelle bietet es sich auch direkt an ein paar Anmerkungen zur generellen Ausstattung der Sea Star zu geben: Auf dem Lower-Deck, zu dem uns Debbie geführt hat, befinden sich die neun Gästekabinen. Zwei der Kabinen sind für bis zu drei Personen ausgelegt, weshalb das Schiff eine Gesamtkapazität von bis zu 20 Passagiere hat. Alle Kabinen - sowohl der Sea Star als auch der Sea Bird - sind klimatisiert und verfügen über ein eigenes Badezimmer. Einen Blick nach draußen erhascht man durch die Bullaugen. Holzvertäfelungen herrschen in den Kabinen sowie im Flur vor und vermitteln das typischen Segelyacht-Flair. Für eine einwöchige Tour sind die Kabinen hinreichend groß und zweckmäßig eingerichtet. Luxus darf man hier nicht erwarten, ebenso sollte man im Hinterkopf haben, dass der Stauraum sehr begrenzt ist. Und man muss sein eigenes Duschgel/Shampoo mitbringen, denn es werden nur Bade- und Strandtücher zur Verfügung gestellt. Das Schiff ist gut in Schuss, obwohl es schon zwanzig Jahre auf dem Buckel hat. Allerdings bemerkt man an einigen Stellen dann doch das Alter, wie etwa in den Badezimmern oder an dem einen oder anderen Einrichtungsgegenstand. Aber das tut dem Erlebnis keinen Abbruch.
Das Hauptdeck kann mittels einer kleinen Promenade umrundet werden und im Bug befindet sich der Salon. Bei schlechtem Wetter wird dieser auch als Speiseraum verwendet – was bei unserer Reise zum Glück nie vorgekommen ist :-)
Immer schön der Nase nach, findet man mittschiffs, die Galley – das Reich von „Chef“ Adrien. Der Koch zaubert hier auf nur wenigen Quadratmetern morgens, mittags und abends landestypische kreolische und internationale Gerichte. Direkt gegenüber findet man die Kaffee- und Teestation, wo man sich ganztägig bedienen kann. Auch Krüge mit Wasser und Saft stehen bereit. Weiterhin befinden sich in diesem Teil des Schiffs auch die Bar sowie eine kleine Lounge mit Sitzgelegenheiten und Lesestoff über die Seychellen. Sollte einmal niemand von der Crew zugegen sein, kann man seine Getränke einfach neben seiner Kabine auf einem Blatt Papier notieren und bezahlt diese am Ende der Reise. An Board spielt Vertrauen eine große Rolle und ist selbstverständlich. Das sieht man auch bei den Kabinen, denn diese bleiben immer unverschlossen, da die Türen nicht von außen abschließbar sind.
Unter einem großen blauen Sonnensegel am Heck befindet sich der Hauptaufenthaltsort an Bord: der große Tisch, an dem alle Mahlzeiten eingenommen werden sowie dahinterliegend die über eine kleine Treppe erreichbare Marina. Direkt unterhalb der „Fly Bridge“ – der Kommandozentrale des Kapitäns - befinden sich zwei großzügige Liegeflächen, die zum Sonnenbaden einladen. Der Bug ist bei der Sea Star vollständig begehbar und bietet zwei weitere Sitz- und Liegemöglichkeiten. Der perfekte Ort, um sich den Wind um die Ohren sausen zu lassen oder den Sonnenuntergang zu beobachten.
Wie sieht sieht so ein typischer Tag auf dem Schiff aus?
Im Grunde startet man gegen 8 Uhr mit einem gemeinsamen Frühstück an Deck in den Tag. Im Anschluss fährt das Schiff dann zum ersten Ankerplatz für den Tag. Gegen 10 Uhr starten dann die ersten Aktivitäten: je nachdem, wo geankert wird, kann man den Vormittag mit Schnorcheln, einem Tauchgang, Kayak oder Stand Up Paddling verbringen. Eines der beiden Tenderboote fährt einen gerne auch an den Strand, um dort die Zeit zu verbringen. Oder aber man unternimmt einen gemeinsamen Ausflug, wie z.B. auf die Vogelinsel Cousin oder ins Vallée de Mai auf Praslin. In der Regel ist man gegen 12:30 Uhr zurück auf dem Schiff, um sich das Mittagessen schmecken zu lassen. Mit einem guten Buch, netten Gesprächen oder einem Schläfchen vertreibt man sich dann die „Siesta Zeit“, ehe es gegen 15 Uhr erneut zu Wasseraktivitäten oder an den Strand geht. Um 17 Uhr trifft man sich wieder an Board, der Anker wird gehisst und es geht zum nächsten Ankerplatz für die Nacht. Mit einem Fläschchen Bier (das lokale Seybrew ist hier sehr zu empfehlen!) oder einem Gin&Tonic trifft man sich dann um 18 Uhr an Deck, um bei leckeren Canapés den Sonnenuntergang zu bewundern. Um 19 Uhr erklingt die Glocke und das Abendessen wird serviert und der gemütliche Teil des Abends eingeläutet.
Tag 1: Einschiffen auf Mahé - Leinen los! in Victoria
Bevor es losging, hatten wir unser erstes Briefing zur Reise und Sicherheit an Board. Dies wurde von unserem Skipper Ronny (eigentlich der Kapitän, aber er nennt sich lieber Skipper) durchgeführt.
Gleich nach dem Ablegen tauchten wir ein in das sanfte Gleiten übers Meer. Vorbei an der herrlichen Küstenlinie umrunden wir den nördlichen Teil Mahés und ankern von der berühmten Beau Vallon. Mit den beiden Tenderbooten geht es direkt an den Strand, wo wir einen entspannten Nachmittag verbringen.
Der erste Abend an Bord ist ein Vorgeschmack auf das, was kommt: ein atemberaubender Sonnenuntergang, der Himmel in Flammen, dazu frisch gegrillter Fisch, frische Salate und leckeres Hühnchen und das erste sanfte Schaukeln unter den Sternen. Ein Gefühl von Freiheit stellt sich ein – und Vorfreude.
Tag 2: Baie Ternay Marine Park
Um 8 Uhr erschallte eine Glocke, die uns auch in den kommenden Tagen immer darauf aufmerksam machen wird, dass das Essen auf dem Tisch steht. Während wir uns das Frühstück schmecken ließen, segelten wir weiter in den Baie Ternay Marine Park an der Westküste Mahés, wo wir vor dem Traumstrand „Anse du Riz“ ankerten. Per Tenderboot wurden wir zum Strand gefahren und konnten hier den Vormittag in traumhafter Kulisse verbringen. Nach dem Mittagessen an Bord stand erneut Wassersport auf dem Programm. Vier der Gäste gingen mit Adam, dem Dive Instructor der Sea Star, zu ihrem ersten Tauchgang los, wohingegen der Rest die Wahl zwischen Schnorcheln, Kayak und Stand Up Paddling hatte. Meine Kinder und ich entschieden uns dafür, mit dem Kayak erneut zum Strand zu paddeln, wohingegen mein Mann sich für das Stand Up Paddle entschied. Letztendlich machte ihm der Wellengang einen Strich durch die Rechnung und anstelle von „Stand Up“ war es eher ein „Knee Down“.
Unser Ankerplatz für die Nacht war wieder vor dem Beau Vallon und wieder wurden wir nicht enttäuscht. Mit einem herrlichen Sonnenuntergang neigte sich der zweite Tag an Board zu Ende. Das Abendessen wurde wieder „outdoor“ an Heck eingenommen und Adrien verwöhnte uns mit einem leckeren „Red Snapper“ und einem Oktopus-Curry. Und heute Abend kam ich dann auch zum ersten Mal mit der Soße in Kontakt, die Debbie in einer unschuldigen Sauciere auf den Tisch stellte. Sie roch lecker, hatte es aber dermaßen in sich, dass ich heute noch den ultrascharfen Geschmack auf meiner Zunge spüre. Einmal und nie wieder! Ja, die kreolische Küche mag es gerne scharf.
Tag 3: Cousin Island – die Vogelinsel
Heute stand die ca. 4,5 stündige Überfahrt von Mahé nach Praslin auf dem Programm. Besser gesagt, ging es für uns zunächst auf die vorgelagerte Insel Cousin. Und diese Überfahrt war nichts für schwache Mägen, worauf uns die Crew bereits am Vorabend hingewiesen hatte. Da der Anker bereits um 4:20 Uhr gelichtet werden musste, haben wir den Großteil der Überfahrt im Dunkeln, in den Betten auf unseren Kabinen zugebracht. Die See war rau, wild und es schaukelte gehörig, sodass bei mir an Schlaf nicht mehr wirklich zu denken war. Nach Ankunft vor Cousin stolperte auch der ein oder andere Passagier mit einem grünlichen Gesichtsausdruck aus der Kabine an Deck. Ich eingeschlossen! Das war aber auch das einzige Mal auf der ganzen Reise, dass mein Magen etwas rebellierte.
Den Vormittag verbrachten wir dann auf Cousin, einem streng geschütztes Naturreservat, das als IBA (Interested Bird Area) klassifiziert wurde. Bei einer ca. einstündigen Führung mit Guide Sky über die Insel lernten wir viel Wissenswertes. Cousin ist ein Paradies für Vögel, insbesondere für Meeresvögel und endemische Landvogelarten, wobei der Seychellen-Rohrsänger und der Weißschwanz-Tropikvogel zu den Highlights gehören. Über 300.000 Meeresvögel brüten auf der Insel, darunter verschiedene Seeschwalbenarten, Keilschwanz-Sturmtaucher und Noddis. Ratsam ist es zudem, sich vor dem Besuch mit Mückenspray einzuspühen und langärmlige Oberteile und lange Hosen zu tragen. Zeitweise gibt es hier seeeeehr viele Mücken, erzählte uns Sky. Wir hatten Glück und wohl einen guten Tag erwischt und kamen nur mit vereinzelten Stichen zurück an Board der Sea Star.
Am Nachmittag stand als zweiter Landausflug des Tages der Traumstrand „Anse Lazio“ auf dem Programm, der im Norden der Insel Praslin liegt. Uns so fuhren wir nur wenige Kilometer zurück nach Praslin, wo wir gegen Mittag ankerten. Praslin, auch „Île de Palmes" genannt, ist die zweitgrößte Insel der Seychellen. Schnell stellten wir fest, warum gerade dieser Strand als einer der schönsten Strände der Insel gilt: auf 600 m Länge erwarteten uns feiner weißer Sand, türkisfarbene Wasser und die markanten Granitfelsen. Wir nutzen den Nachmittag, um beim Schnorcheln die wunderbare Unterwasserwelt zu bewundern. Die komplette Schnorchelausrüstung wird dabei von Silhouette Cruises gestellt, und man darf diese auch die ganze Woche über behalten. Sehr praktisch!
Etwas Nervenkitzel erwartete uns an diesem Tag noch nach dem Abendessen: unser Mechaniker Michel erspähte drei Bullenhaie, die sich am Heck unserer Sea Star aufhielten und für ca. 5 Minuten ihre Kreise zogen und sich dann wieder verabschiedeten. Ein Glück, dass wir am nächsten Morgen weiterfuhren – ich glaube, dass ich nach diesem Erlebnis nicht mehr so unbeschwert ins Wasser gehüpft wäre.
Tag 4: Praslin – Vallée de Mai
Heute Vormittag stand der Besuch des Vallée de Mai auf dem Programm. Mit dem Tenderboot fuhren wir zu „Anse Possession“ und wurden von einem Fahrer samt Bus und Guide Jerius begrüßt, der mit uns den Vormittag verbrachte. Nach kurzer Fahrt erreichen wir das Vallée de Mai im Inselinneren. Es ist seit 1983 UNESCO-Weltnaturerbe und Heimat der berühmten Coco de Mer, der größten Nuss der Welt. Der Besuch fühlt sich an wie ein Spaziergang durch einen urzeitlichen Dschungelurwald. Ebenso kommt im Vallée de Mai der seltene Schwarze Papagei (Black Parrot) vor, den man zwar lauthals hören kann, der sich aber fast nie zeigt. Wir waren auf dem ca. 1 km langen Cedar Path unterwegs und erfuhren von Jerius viele interessante Dinge.
Für den Nachmittag fuhr uns die Crew einmal „um die Ecke“, wo wir an der berühmten „Anse Volbert“, auch bekannt als Côte d'Or Halt machten. Auch hier: puderweicher Sand, türkisfarbenes Wasser, ein Gefühl wie im Paradies.
Tag 5: La Digue – die Fahrradinsel
Heute war ein ganz besonderer Tag – ich hatte Geburtstag UND der Besuch der Trauminsel La Digue stand auf dem Programm.
So nahmen wir nach dem Frühstück Kurs auf die viertgrößte Insel der Seychellen. La Digue ist der Inbegriff tropischer Gelassenheit. Fast keine Autos, nur Ochsenkarren und die allgegenwärtigen Fahrräder. La Digue gilt als Heimat kreolischer Tradition und Kultur und ist für ihre verschlafenen Inselpfade, ihre langen, grünen Gassen, Vanille-Plantagen und für einige der weltberühmten Strände, wie der Anse Source d’Argent bekannt. Auch wir leihen uns Fahrräder und erkunden die 5 km lange und nur 3 km breite Insel strampelnd. Unsere erste Etappe führte uns zunächst entlang der Küste in den Norden zur Anse Severe. Hier genoss ich mit einem fantastischen Ausblick einen leckeren Smoothie in der hippen Strandbar „Bikini Bottom“. Meine Kinder schlossen sogleich Freundschaft mit den beiden Aldabra Riesenschildkröten, die in der Nähe der Bar frei herumlaufen. Jetzt wunderten wir uns auch nicht mehr über das Warnschild, welches auf der Straße angebracht war: „Slow down – Tortoise Crossing“.
Über grüne Hügel fuhren wird durchs Inselinnere auch in den Südosten, wo wir zur Grande Anse gelangten. Wieder ein Traumstrand, der uns staunen ließ. Ein kleiner Wanderweg über Granitfelsen führte uns schließlich auch zur benachbarten Petite Anse, wo wir unter einem Palmendach unser Lunchpaket, das uns unser Koch zubereitet hatte, verzehrten.
La Digue war ein absoluter Traum und der beste Platz, um meinen Geburtstag zu verbringen.
Mit dem Sonnenuntergang fuhren wir dann wieder zurück nach Praslin, wo wir vor der traumhaften Kulisse der Côte d'Or ankerten. Heute spielte die Sea Star auch ihre Segelqualitäten aus. Da ausreichend Wind herrschte, hat die Crew die Segel von Hand mit Hilfe einer Winde blitzschnell gesetzt, was unserer Sea Star noch einmal einen ganz anderen Charme verlieh. Unter wehenden Segeln erreichten wir schließlich wieder Praslin. Am Abend überraschte mich die Crew zudem noch mit einem tollen Ständchen und einem riesigen Kuchen, den wir uns alle zusammen schmecken ließen. Was für ein Tag!
Tag 6: Curieuse und seine Riesenschildkröten
Unser heutiges Ziel für den Landgang am Vormittag war die Insel Curieuse. Die Überfahrt zur Anlegestelle Baie Laraie auf die nördlich von Praslin liegende Schwesterinsel Curieuse dauerte nur etwa 15-20 Minuten. Die unbewohnte Insel ist berühmt für ihr Schildkrötenreservat und die ehemalige Lepra-Kolonie. Über 100 jährige Schildkröten laufen hier frei auf der Insel herum und lassen sich von den Besuchern gerne füttern. Die Bananen von unserer schiffseigenen Bananenstaude hatten es ihnen besonders angetan. Nach ausgiebigen Streicheleinheiten und Fotoshootings machten wir uns schließlich auf die Wanderung zum Doktor Haus an der Anse St. Jose. Der ca. 1,5 km lange Wanderweg führte uns durch Mangrovenwälder entlang der Küste. Damit man keine nassen Füße bekommt, sind auf einem Teil der Strecke Holzstege gebaut worden. Auf unserer Wanderung bekamen wir allerhand zu sehen: dichte Mangroven, Meeresschnecken, Skinks, Geckos und viele Vögel.
Bis wir wieder von unserem Tenderboot abgeholt wurden, verbrachten wir die Zeit an der „Anse St. Jose“ und gingen schwimmen.
Nach dem Mittagessen fuhr uns die Sea Star zur kleinen, unbewohnten Granitinsel St. Pierre, die vor der Côte d'Or liegt. Hier stürzten wir uns, ausgerüstet mit Schnorchel, Taucherbrille und Flossen, in die Fluten des türkisgrünen Meeres und umrundeten die kleine Insel. Neben zahllosen bunten Rifffischen kann man dabei auch mit etwas Glück auf Meeresschildkröten treffen – so unser Tauchguide Adam. Die Schildkröten haben sich leider nicht gezeigt, dafür jedoch viele der bunten Fische, was uns ebenfalls sehr beeindruckt hat. Unsere Mitreisenden, die einen Tauchgang unternommen haben, konnten sogar einen schlafenden Riffhai aus nächster Nähe beobachten.
Tag 7: Rückfahrt nach Mahé
Den heutigen Vormittag verbrachten wir ausschließlich auf dem Schiff, denn für uns hieß es heute: „Rückfahrt nach Mahé“. Die Überfahrt von Praslin zurück auf die Hauptinsel dauerte ca. 4,5 Stunden. Und da wir dieses Mal nach dem Frühstück losfuhren – also bei Tageslicht - machte uns allen die wellige Überfahrt überhaupt nichts aus. Mit dem Horizont fest im Blick, genossen wir stattdessen diese letzte große Fahrt.
Pünktlich zum Mittagessen erreichten wir die Küste von Mahé und ankerten für die letzte Nacht im St. Anne Marine Park. Für den Nachmittag wurden wieder die Tenderboote klargemacht, die uns an Land brachten. Am Strand des Club Med verbrachten wir entspannte Stunden und gingen noch einmal schnorcheln. Wieder zurück an Board duftete es schon herrlich, denn die Crew hatte zum zweiten Mal auf der Reise den Bord-Grill angeworfen und war fleißig dabei, Hähnchen, Fisch und Würstchen für das Barbecue am Abend zu grillen.
Meine Familie und ich nutzten die Gunst einer ruhigen See und wagten den Sprung direkt vom Schiff ins Meer. Eine willkommene Abkühlung und ein Riesenspaß, sowohl für uns mutige Springer als auch die Crew, die uns tatkräftig anfeuerte.
Tag 8: Abschied mit Anker im Herzen
Am frühen Morgen erfolgte dann leider schon die Einfahrt in den Hafen von Victoria. Vorbei an der Inselfähre CatCocos erreichen wir schließlich wieder den Ausgangspunkt unserer Reise.
Für eine letzte Ansprache unseres Skippers versammelten sich alle Gäste und die komplette Crew noch einmal geschlossen am Heck. Zwischen herzlichen Umarmungen und freundschaftlichen "High Fives" hatte der ein oder andere doch eine kleine Träne in den Augen. Der Abschied fällt schwer. Die Sea Star war mehr als ein Schiff – sie war Teil des Erlebnisses. Die Crew, immer gut gelaunt und herzlich, hat nicht nur navigiert, sondern auch Geschichten geteilt, Gelassenheit gelebt und eine Atmosphäre geschaffen, die bleibt. Danke für alles!
Mein Fazit:
Entschleunigung auf höchstem Niveau - Wo Träume und Realität nahtlos verschmelzen
Eine Segelkreuzfahrt mit Silhouette Cruises ist keine typische Kreuzfahrt, kein Luxusliner, sondern ein Schiff mit Seele. Es ist ein tiefes Eintauchen in die Schönheit der Seychellen, in ein langsames, nachhaltiges Reisen, das nicht nur die Augen, sondern auch die Seele weitet. Wer einmal mit der Sea Star oder dem Schwesterschiff Sea Bird unterwegs war, wird sich noch lange an das leise Knarren des Holzes, die salzige Luft und das Gefühl erinnern, dem Himmel ein Stück näher zu sein.